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VPG Vielseitigkeitssport
Punktzahlen und Bewertungen: In
Jeder Abteilung werden als Höchstpunktzahl 100 Punkte vergeben. Ein
Ausbildungskennzeichen kann nur vergeben werden, wenn der Hund in allen
Abteilungen mindestens 70 Punkte erreicht hat. Zur Weiterführung in die
Stufe SchH 2 muss der Hund in Abteilung C jedoch mindestens 80 Punkte
erreicht haben. Nachstehende Wertnoten können vergeben werden, wenn die
vorstehenden Mindestpunktzahlen erreicht werden:
286-300 Punkte: vorzüglich
270-285 Punkte: sehr gut 240-269 Punkte: gut 220-239 Punkte:
befriedigend
106-219 Punkte: mangelhaft
0-105 Punkte: ungenügend
VPG-PO
FÄHRTENARBEIT
Nach erfolgreich absolvierter
Begleithundprüfung kann sich der Hundeführer entscheiden, ob es ihm
Spaß macht und der Hund die optimale Nasenveranlagung hat, um als
reiner Fährtenhund oder in allen drei Disziplinen Fährte, Unterordnung
und Schutzdienst ausgebildet werden soll. Beginnen wir mit der "Fährtenarbeit"
generell.
Zunächst legt man selbst eine "Fährte", und zwar als Gerade
und am Ende legt man "Leckerchen" oder ein dem Hund gehörendes
Spielzeug ab. Auf jeden Fall muss das Ziel mit einem Erfolgserlebnis für
den Hund verbunden sein.
Beim Legen darf er übrigens zuschauen, damit stimuliert man ihn (da man
die Fährte selbst legt, lässt man ihn zurück - er verfolgt wachsam
sein "Herrchen"). Im Verlauf des Trainings legt man dann
Wellenlinien, rechte oder auch spitze Winkel und mehrere Gegenstände
auf eine Fährte, die der Hund auffinden soll und schafft er es, wird er
gebührend gelobt. Hier gibt es dann später "richtige
Profis", die noch nach drei Stunden und unabhängig von der
Witterung fast 2 km lange Fährten verfolgen und alle ausgelegten
winzigen Gegenständen finden.
TRAINING AUF VIELSEITIGKEITSPRÜFUNGEN
Zum Bereich der Vielseitigkeitsprüfung gehört, wie gerade
angesprochen, die Fährtenarbeit (diese Anforderungen liegen dann
beginnend bei Fährten von 400 - 800 Schritten und maximal 3 Gegenständen
auf der Fährte), dazu kommen noch Unterordnung und Schutzdienst.
Zur Unterordnung gehören auch hier wieder die allseits bekannten Übungen
Leinenführigkeit und Unbefangenheit, Freifolge, Sitzübung und dann ist
da noch das Ablegen in Verbindung mit Herankommen, das Bringen eines
Gegenstandes auf ebener Erde und im Sprung über eine Hürde, später
sogar zusätzlich über eine Kletterwand, das Voraussenden mit Hinlegen,
das Ablegen unter Ablenkung sowie die Überprüfung der Schussgleichgültigkeit
zu erlernen.
Unterordnungsarbeit
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| Fußarbeit |
Fußarbeit |
Sitzübung |
Platzübung |
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| Stehübung |
Bringen auf
ebener Erde |
Bringen über
die Hürde |
Bringen über
die Kletterwand |
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Voraussenden mit Hinlegen |
Schutzdienstarbeit
Wir nennen die dritte Abteilung "Schutzdienst" auch gern
Gehorsam des Hundes in Grenzfällen. Gerade in diesem Übungsteil wird
der Hund sehr stark belastet, da er aus Reizsituationen sofort wieder
zurück in das gehorsame Verhalten gerufen wird.
Diese Überprüfung stellt hohe Anforderungen an das Triebverhalten, die
Selbstsicherheit und Belastbarkeit des Hundes.
Sich für sein Rudel im Rahmen seiner Möglichkeiten einzusetzen, lernt
der Welpe schon frühzeitig von seiner Mutter.
Im Rahmen des Schutzdienstes wird u.a. dieser Bewachungsinstinkt
genutzt. Ganz entscheidend zur Erlernung dieser Disziplin ist das Wesen
des Hundes. Ausgeglichenheit, Nervenstärke und Selbstbewusstsein,
gepaart mit unabdingbarem Gehorsam gehören zu diesen Voraussetzungen.
Ein Hund, der nicht die Hörzeichen des Hundeführers befolgt, kann hier
absolut nicht bestehen.
Die Übungen bestehen aus Streife nach dem Helfer, Stellen und Verbellen
und dann erfolgt ein Überfall auf den Hund und wenn der Helfer ruhig
steht, muss der Hund ihn nur bewachen. Diese "Ruhephase" des
Hundes nutz der Helfer um zu fliehen.. Der Hund darf erst dann die
Verfolgung aufnehmen, wenn er vom Hundeführer die Weisung erhält und
muss dann auf Distanz den Helfer stellen und dessen erneuten Angriff
abwehren. |